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Auch die Traurigkeit darf sein: „Ann-Katrin“

Wie umgehen mit Scham, Trauer und Hilflosigkeit in einer Krise?

In Folge 5 meines Podcasts erzählt Ann-Katrin über ihr Leben mit einer Krankheit, die keine Heilung kennt. In unserem Gespräch geht es um Wut, um die Scham, nicht mehr Teil der leistenden Gesellschaft zu sein und um die dunklen Tage.

Ann-Katrin und ich in der Tonkabine der Bunch-studios
Foto: privat. Ann-Katrin (rechts) kurz vor Podcast-Aufnahme

Ich war laut, man musste mich wahrnehmen, immer in Anstrengung.“

Früher – bis sie Anfang 30 war – kannte Ann-Katrin kaum Grenzen: Angetrieben im Beruf, im Sport, im Privatleben, überall in Aktion, immer auf der  Überholspur – bis ihr Körper sagte, das funktioniert so nicht mehr.

„Ich muss, ich muss, ich muss…“ war lange Ann-Katrins innere Haltung. Sie lebte unter einem Leistungsdruck, den sie selbst heute – mit Ende 40 – immer noch spürt.
‚Funktionieren müssen‘ ist oft ein ein innerer Antreiber, die den Blick versperrt auf das, was wichtig ist. Manche Menschen sehen nicht, in welchem Hamsterrad sie längst stecken oder sie finden keinen Weg hinaus. Bei Ann-Katrin war es schließlich der Körper, die Notbremse zog und „einfach nicht mehr funktionieren wollte.“

Ann-Katrin. Stille Momente.
Foto: privat. Ann-Katrin. Stille Momente.

Heute sagt sie: „Ich mag mich jetzt lieber als ich mich früher gemocht habe.“ Doch bis zu diesem Punkt war es ein weiter Weg. Sie hat gelernt, das Leben anzunehmen, wie es ist. Obwohl sie es ganz anders geplant hat. Und sie tut es jeden Tag.

 

Veränderung kann ich annehmen.

Was Ann-Katrin geändert hat, um ihren Lebensmut – trotz allem – zu behalten, und heute alles, was gut läuft, als Geschenk betrachtet, das hört Ihr in meiner neuen Podcastfolge von ‚Werde klarer*:

 

Hör hier mal hin. 

Werde klarer* hört Ihr auch auf  Apple Podcasts, Spotify, etc.

Ich freue mich, wenn Du aus der Geschichte von Ann-Katrin auch für Dich etwas mitnehmen kannst. Mein Mut-Macher-Podcast Werde klarer* ist für Menschen, die in ihrer Krise Klarheit finden wollen und einen Weg, der wieder nach vorne in die Zukunft führt.

Wenn auch Du mir Deine Geschichte auf meinem Podcast erzählen willst, dann nimm‘ Kontakt mit mir auf, hier oder schreibe mir direkt an mona(Replace this parenthesis with the @ sign)werdeklarer.de

#Leistungsdruck #Krise #klarheit #ruhe #werdeklarer

Photo: Frank Roesner

„Ich liebe mich“

Das Gefühl von Selbstwert und Selbstliebe. Gedanken zum Thema (TEIL 2)

Liebevoll zugewandt sein und großzügig mit Fehlern umgehen: das können viele Menschen sehr gut. Vor allem bei anderen.

Unsere besten Freunde können sich Fehler erlauben. Wir nicht

Wir gehen meist sehr großzügig mit Fehlern und Unzulänglichkeiten um bei Menschen, die wir wirklich mögen: Beim guten Freund oder der guten Freundin fällt es oft viel leichter, Schwächen anzunehmen, Macken zu tolerieren. D.h., wir können Verhaltensweisen gut akzeptieren. Auch die, die nicht so toll sind. Wir lieben diese Menschen trotzdem. Oder gerade deshalb. Sie bleiben unsere guten Freund*innen über Jahre, Jahrzehnte, ein ganzes Leben.

Gleiches gilt für Komplimente und Zuspruch.

Warum ist es leichter, anderen Menschen Gutes zu sagen? Es ist leichter, andere reflexartig mit Worten und Zuneigung zu stärken, wenn diese an sich zweifeln und mit sich hadern.
Aber warum ist es leichter, anderen zu sagen: „Du bist toll. Sei stolz auf dich, auf Deine Haltung und Dein Tun. Schau, wer Du heute bist, wieviel Liebe Du schenkst. Und geschenkt bekommst. Du bist so, wie niemand sonst. Ich mag Dich. Ich liebe dich!“

Ich würde nie sagen: „Ich liebe mich“

„Ich liebe mich“. Vielleicht verschluckst Du Dich bei diesem Satz. Allein bei der Vorstellung, Du sagst zu Dir selbst: „Ich liebe mich

Vielleicht denkst Du: Das kann man doch nicht sagen! Das ja schon fast narzisstisch/ größenwahnsinnig / unsympathisch. Der innere Kritiker meldet sich, ruft laut: „Lass‘ das! Das sagt man nicht. Peinlich!“

Warum eigentlich nicht?

Selbstliebe heißt, seinen individuellen, eigenen Kern zu kennen, seine wahren Bedürfnisse überhaupt zu spüren. Gerade dann, wenn es stressig wird. Selbstliebe heißt, mit sich selbst in Verbindung zu treten, sich interessiert und zugewandt zu betrachten. Und dann zu suchen nach Antworten auf die Fragen: Was treibt mich im Inneren wirklich an? Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Welche Wünsche habe ich an mein Leben. Was ist heute wirklich wichtig für mich?

Erst wenn ich als Mensch weiß, wie ich im Inneren ticke, was mich antreibt, mich triggert, wenn ich meine wunden und nervigen Punkte an mir selbst annehmen kann – großzügig und liebevoll zugewandt –  dann kann ich auch diese Seiten an mir annehmen. Besser: Ich kann zugewandt mit mir selbst in Kontakt kommen. Ohne mich – vielleicht aus anerzogener Bescheidenheit – reflexartig klein zu kritisieren. Ich kann mich sehen. Mit allem, was ich bin: Der ganze Mensch. Und nicht nur die Hälfte von mir, die nach außen hin toll aussieht, und für die ich vom Außen gelobt werde.

Selbstliebe ist kein Kinderspiel

  • Warum fällt es vielen von uns so schwer, sich selbst zu akzeptieren, sich selbst zu lieben?
    Meiner Einschätzung nach sind erfolgreiche Menschen, die viel über sich und ‚Ich-in-der-Welt‘ nachdenken, ihre größten Selbst-Kritiker*innen. Manche meiner Coaching-Klient*innen sind so streng zu sich selbst, wie sie niemals zu anderen wären. D.h., sie haben eine absurd hohe Erwartungshaltung an sich. Oder sie erlauben sich einfach keine Fehler. Sie wollen sie sich nicht erlauben.
    Ich kenne das auch von mir selbst: Mache ich Fehler – im privaten oder beruflichen Leben – dann gehe ich hart mit mir ins Gericht.
  • Einen Text nicht einwand- und fehlerfrei veröffentlicht? (So wie diesen hier!?)
  • Einen Termin vergessen?
  • Ein Versprechen zu spät eingelöst?
  • Keine klaren Grenzen gesetzt?

Huh, dann holt meine innere Kritikerin schon Luft.
Wie wäre es, wenn wir mit uns selbst umgehen würden, wie mit unserer besten Freundin oder unserem besten Freund?

Glaub‘ nicht alles, was Du denkst

Der Grund für diese überkritische Sicht auf uns selbst sind u.a. starke innere Glaubenssätze. Sie schwächen die Selbstakzeptanz und das Selbstwertgefühl. Sie blocken diese Ressourcen einfach ab, so dass wir in stressigen Momenten keinen Zugriff darauf haben. Dabei haben wir diese betonharten Glaubenssätze irgendwann einmal von anderen übernommen: In der Kindheit, in der Jugend, von Vorbildern. In einer Zeit, in der wir ‚role models‘ brauchten und als wir noch nicht die Person waren, die wir heute sind. Glaubenssätze sind oft buchstäblich von gestern, z.B.:

  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich bin noch nicht gut genug
  • Erst die Arbeit und dann das Vergnügen
  • Ich muss viel Geld verdienen, Karriere machen, um glücklich zu sein
  • Arbeit muss anstrengend sein, damit sie ‚was taugt
  • Um geliebt zu werden muss ich lustig / gutaussehend / stark sein
  • Ich muss mich um alle anderen kümmern, um gesehen zu werden
  • Ohne ‚guten‘ Job habe ich keinen Wert

Glaubenssätze stammen meist von gestern

Vielleicht kennst Du einen oder gar mehrere dieser Glaubenssätze? Vielleicht hast Du ganz andere. Sie sind bei jedem Menschen individuell, so wie der eigene innere Antrieb.

Ich erlebe das oft in meiner Arbeit mit denen, die persönlich mit sich weiterkommen wollen: Viele meiner Klienten definieren sich und ihren Wert über ihre Arbeit. Doch eine gute oder sehr gut bezahlte Position macht nicht unbedingt glücklicher. Sie stärkt auch nicht unbedingt die Selbstliebe. („Ja, aber ich bin noch nicht gut genug“.)

Stell Dir vor, Du erreichst dein Ziel, Du hast den Karrierestatus, den Du immer wolltest, das Haus abbezahlt, die Position, von der Du dachtest: ‚Wenn ich dort bin, dann habe ich es geschafft, wirklich geschafft. Ich bin erst dann glücklich und kann mich zurücklehnen. Erst dann…‘

Und dann merkst Du, dass Du Dich eben nicht glücklicher fühlst. Oder dass das Glücksgefühl nicht anhält. Dass es darum vielleicht gar nicht ging. Und dann stellst Du Dir die Frage: Und was jetzt?

Warum ketten wir unsere Persönlichkeit so an den Beruf?

Warum definieren wir unseren Wert als Mensch über das, was wir beruflich tun? Ob Unternehmer*in, Künstler*in, Angestellte*r: Sicher, wir verbringen den Großteil unseres Tages mit der Arbeit. Aber das definiert uns nicht als Mensch.

Wir sind nicht nur unser Job. Unsere Persönlichkeit umfasst so viel mehr.

Ich habe vor Kurzem einen spannenden Artikel von Lina Pospichal gelesen, in dem es genau darum ging. Er beginnt wie folgt: „Und was machst du?“ ist die erste Frage, die mir gestellt wird, wenn ich jemanden kennenlerne. Die Antwort: Mein Beruf.“

Vielleicht ist Dir das auch schon passiert:

Du präsentierst Dich Unbekannten gegenüber als erstes mit der Tätigkeit, die Du ausübst? Aber: Du bist nicht CMO, Lehrer*in, Head of Sales, Senior Associate Consultant oder Maler, sondern Du arbeitest als eine/r.
Der Autorin stimme ich voll zu, dass wir das oftmals unbewusst tun. Dieses Verhalten wird uns erst bewusst, wenn wir aus irgendeinem Grund keinen Job mehr haben oder uns mit dem aktuellen Job nicht präsentieren möchten, weil er vielleicht in unseren Augen oder den Augen der Gesellschaft nicht angesehen genug ist.

Ich bin schon geliebt“ 

Kennst Du die Geschichte von Samuel Koch?
In einem berührenden Video-Interview (Klick führt zu www. LinkedIn.de)
mit dem Regisseur Kristian Gründling spricht er über sich.

Samuel Koch war früher Turner, Sportler, Athlet und hat sich und seinen Wert nach eigenen Aussagen immer darüber definiert.

Mit seinem Unfall bei ‚Wetten, dass…?‘ vor vielen Jahren hat sich für ihn in Sekunden sein ganzes Leben verändert. Seine Selbstdefinition, den Wert, den er in sich gesehen hat – auf einen Schlag weg. Was tut der Mensch in so einer Situation?

Was macht man, wenn einem alles, was einen vermeintlich ausgemacht hat, wegbricht?

Samuel Koch hat sich selbst hinterfragt und es geschafft, zu erkennen: „Ich bin schon wer, ich bin schon geliebt und dadurch habe ich was, einen Wert und aus dem heraus kann ich etwas tun. – und nicht umgekehrt!“

Das hat mich sehr berührt.
Zu fühlen, zu wissen, dass Du bereits geliebt bist, kann alles verändern. Die dadurch entstehenden Prozesse sind tiefgehend. Die Erkenntnis „Ich bin schon geliebt!“ – das ist das, was trägt. Es trägt Dich durch harte Zeiten, durch Schicksalsschläge, durch Lebensphasen, die schwer sind. Grau. Oder dunkelgrau. Das kann mit 16 sein. Oder mit 60.

Menschen sind nicht auf der Welt, um perfekt und toll zu sein, sondern um zu lernen, zu wachsen, zu lieben.

Eine Erkenntnis, die viele gut brauchen können. Ein Gefühl, das erleichtert, großzügig macht und frei.

Selbstakzeptanz und Selbstliebe macht großzügig und frei

Wir haben alle einen Wert als Mensch, in unserer Einzigartigkeit. Wir sind nicht erst dann wertvoll, wenn uns das andere immer wieder bestätigen.

Ich hoffe, dass immer mehr Menschen dies erkennen und annehmen können, ohne dass dem ein schwerer Schicksalsschlag vorausgehen muss: Ein Zusammenbruch, ein Absturz, eine Trennung, ein Verlust, der plötzlich alles in Frage stellt und der zur Veränderung zwingt.

Doch wie anfangen? Versuche es mit dem Vorschlag von Lina Pospichal:

„Vielleicht beantwortest du ja das nächste ‚Was machst du?‘ mit etwas, das du liebst“. Und mit dem, was Dich neben Deinem Beruf ausmacht und Kraft gibt.

Das kann auch schiefgehen, denkst Du? Ja, und es könnte auch gutgehen und sich ein wirklich interessantes Gespräch entwickeln.

Vielleicht findest Du es dann ja nicht mehr absurd: Dich zu hören, wie Du leise sagst: „Ich liebe mich“

Sag‘ es einmal. Versuch es jetzt

Hast Du ein Thema mit Deinem Selbstwert oder der Selbstliebe? Wie kann Dir bewusst werden, dass Du ’schon geliebt bist‘?

Wenn Du keine Antwort auf diese Frage findest, dann lass uns zusammen danach suchen. Schreibe mir oder rufe mich an.

Quellen:

Video Samuel Koch
(Klick führt zu www. LinkedIn.de)

Artikel Lina Pospichal:

Beitragsbilder:

  1. Ariya J/shutterstock.com (Schild)
  2. Eric Surprenant/shutterstock.com (Biber)
  3. Kunal Mehta/shutterstock.com (Schreibmaschine)

 

„Ich liebe mich nicht“

Selbstliebe und das Gefühl von Selbstwert. Gedanken zum Thema. (TEIL 1)

Mangelnde Selbstliebe – Ein Frauenproblem?

Das undeutliche Gefühl, nicht gut genug zu sein oder noch nicht gut genug. Der überkritische Blick auf sich selbst. Kennst Du das? Den Eindruck, nicht dazu zu gehören, nicht so wertvoll zu sein wie andere, der Dinge nicht würdig?

“Ich habe das gar nicht verdient“ sagen nicht selten gerade erfolgreiche Menschen. Sie kennen dieses Gefühl von Minderwertigkeit, gerade weil oder trotzdem sie in der Bewertung anderer doch ganz offensichtlich schon so viel geschafft haben.

Erfolgreich sind die, die es „geschafft haben“. Aber was heißt das eigentlich? Und für wen?

Nehmen wir einen, der – Anfang 30 – die nächste Karriere-Chance nach langem Abwägen ablehnt, und stattdessen sich am Start-Tag der neuen Abteilung in den monatelangen Erziehungsurlaub verabschiedet. „Absolut falsche Entscheidung!“ sagen die einen. Als „Lebensklug und souverän“ bewerten es die anderen.

Unabhängig von den Meinungen anderer: Sollte nicht wenigstens die eigene Bewertung unseres Handelns und Seins, unserer Bedürfnisse grundsätzlich großzügig und liebevoll ausfallen? Z.B.:

„Meine Entscheidung war in dem Moment die richtige.“

Aus meiner Erfahrung als Coach kann ich sagen, dass mangelnde Selbstliebe und Selbstwert nicht selten die Gefühlswelt besonders von selbstreflektierten Menschen zu bewegen scheinen. Gleich welchen Geschlechts.
Gleichzeitig kann dieses abstrakte Minus-Gefühl „nicht zu reichen“ starker Antreiber sein und Grund für außergewöhnliche Performance und selbstlosen Einsatz ohne Grenzen: Für die Arbeit, die Kinder, die alten Eltern, das Ehrenamt u.v.m.

Es gilt in allen Fällen, für die andere Seite alles zu geben: Energie, Ideen, Wissen, Zuwendung, Zeit. Alles! Und für sich selbst? Es scheint mir viele beruflich erfolgreiche Menschen, tragen das Mantra aktiv vor sich her, keine Zeit zu haben. Und zwar reflexartig in dem Moment, in dem es um die eigenen persönlichen Bedürfnisse geht.

Zeit für mich? Keine Zeit.

Auffallend bei den Suchergebnissen bei der Recherche zum Thema Selbstliebe: Die Mehrzahl der Artikel (on- und offline) sind meist von Frauen für Frauen geschrieben. Frauen also, die anscheinend die Selbstliebe gefunden haben und dieses Wissen nun teilen möchten. „Selbstliebe lernen: 6 Tipps für den Alltag“ oder so ähnlich lauten viele Überschriften.

Und wenn die Artikel nicht explizit für Frauen geschrieben sind, dann suggerieren zumindest die verwendeten Bilder, dass Frauen gemeint sind – glücklich, strahlend, sich umarmend.

Kein 10-Punkte-Plan für mehr Selbstwert

Dass es bei Selbstliebe und dem Gefühl von Selbstwert nicht mehr länger darum geht, sich ausreichend Zeit für Yoga, Schaumbäder oder ein Glas Wein mit der Freundin zu nehmen, ist wohl den meisten bekannt (auch wenn das immer noch sehr oft unter den Top 10-Tipps für mehr Selbstliebe und Selbstverwirklichung genannt wird).

Denn selbst wenn alle Frauen anfangen würden, Yoga zu praktizieren, Wein zu trinken und Schaumbäder zu nehmen, um das Gefühl zu haben, etwas für ihre Bedürfnisse und ihre Selbstliebe zu tun – stärkt das denn das Gefühl, „es wert zu sein“?  Führt das zu mehr Selbstliebe? Komme ich mir dann näher?

Nicht jede Frau mag Wein oder Yoga. Das ist auch gut so. Manche tun es aber trotzdem: Sie tun das, was gut für sie sein SOLL:

„Ich MUSS jetzt etwas für mich tun“ sagte einmal eine Freundin von mir. Sie buchte sich – fast trotzig – ein teures und langes Wellnesshotel-Wochenende. Dort erkannte sie, dass zwar andere sie zu ihrer Aktion beglückwünschten, sie selbst sich und die Umgebung aber gar nicht recht geniessen konnte. Im Liegestuhl auf einen Pool zu gucken war einfach nicht ihre Sache. Darüber hinaus übte sie sich in weiterer Selbstkritik, das ganze Geld ausgegeben und ihre Zeit nicht „anständig genutzt“ zu haben. (Sie hatte nicht sämtliche Wellness-Angebote wahrgenommen.) Sie konnte die Zeit mit sich allein nicht gut aushalten. Es war ihr einfach nicht genug, nur mit sich zu sein. Es war ihr die Zeit nicht wert, Zeit zu haben und zu sein. 

Ist es die Zeit nicht wert, einfach nur Zeit zu haben?

Bei erfolgreichen Männern erfahre ich in meiner Arbeit häufig den übertrieben selbstkritischen Vergleich mit anderen. Diese Art des aktiven „Verzwergens“ erscheint mir hart und ungerecht. Wie eine Selbststrafe wirkt es, den eigenen Erfolg, den Ruhm, den Lohn „nicht verdient zu haben“. Nicht wenige fühlen sich gar in manchen Momenten als Hochstapler. Es ist, als ob sie sich ungläubig von außen betrachteten. Und dieses ist nicht nur ein männliches Phänomen. *

*(Impostor-Phenomenom nennt die Psychologie dieses Gefühl. Zu deutsch: Hochstapler-Syndrom.

Psychologische Studien aus den 1980er Jahren schätzen, dass zwei von fünf erfolgreichen Menschen sich selbst als Hochstapler einstufen.

Das Hochstapler-Syndrom wurde ursprünglich als ein Phänomen unter erfolgreichen Frauen angesehen. Eine Reihe von Studien belegt jedoch, dass Männer und Frauen in etwa gleicher Zahl betroffen sind. Erfreulicherweise gilt es weder als psychische Störung noch wird es als eigentlicher Persönlichkeitszug angesehen.) (Quelle Wikipedia))

Meiner Meinung nach jedoch verlieren Menschen durch übertriebenen Aktionismus und Vergleiche mit anderen noch mehr den liebevollen Kontakt zu sich selbst; die Fähigkeit, sich zu mögen, sich selbst genug zu sein, sich grundsätzlich richtig und gut und auch richtig gut zu finden.

Warum nicht sehr gut befreundet sein mit sich selbst? D.h. sich mit sich selbst genug und lebendig zu fühlen. Sich zu lieben, den eigenen inneren Kern grundsätzlich positiv und bedingungslos anzunehmen.

Vielleicht schüttelst Du bei diesen Worten ungläubig den Kopf. Oder sagst Du: „Ja, das tue ich“?

Der grundsätzlich liebevolle Kontakt zu dem unperfekten Selbst: positiv und bedingungslos

Auch dann, wenn Du vielleicht letzte Woche etwas nicht hinbekommen hast, jemand anderen aus Versehen vor den Kopf gestoßen, eine Deadline übersehen oder den nächsten Karrieresprung nicht geschafft hast. Haderst und zweifelst Du endlos mit Dir und Deiner Entscheidung oder sagst du „Abhaken und weiter“? Und raten wir nicht genau das unseren liebsten Freund*innen, die sich genau mit diesen überkritischen Gedanken martern?

Warum gehen wir mit Freunden eigentlich oft viel großzügiger um als mit uns selbst? (Dazu gibt es mehr in Teil 2 zum Thema Selbstliebe.)

Wir alle haben unsere ureigenen Bedürfnisse. Wir sollten erforschen, welche es sind. Es sind die, die nur aus uns heraus entstehen und entdeckt werden können. Nicht aus gut gemeinten Ratschlägen. Und nicht aus einer Frauenzeitschrift.

Eine grundsätzliche, regelmässige, verlässliche Aufmerksamkeit auf momentane Gefühle und Körperempfindungen, ein In-sich-schauen in Momenten der Unruhe und Unzufriedenheit, könnte ein Weg sein. Und noch mal: Ja, Veränderungen brauchen Zeit. Viel Zeit. Über eine lange Zeit…

Mögliche Auswirkungen von „richtig sein und passen wollen“ und dem Gefühl, noch nicht genug dazu zu gehören, beschreibt auch ein sehr guter Artikel von Nico Rose. Roses Meinung nach haben sich viele Männer in Manager-Positionen eine gewisse Persönlichkeit ‚antrainiert‘.

So beschreibt er in seinem Artikel:

„Für einen Thomas-Manager ist es vollkommen ok, akzeptiert bzw. erwünscht, wenn er:

  • in die Oper geht;
  • Golf spielt, aber zusätzlich Marathon betreibt;
  • sich mit moderner Kunst auskennt;
  • höchst eloquent über den Tannin-Gehalt von französischem Rotwein schwadronieren kann;
  • und im Sommer in den Alpen wandern geht (das Handy bleibt dann auch aus – versprochen).“

Vielleicht ist das etwas überspitzt, aber es zeigt trotzdem den Kern des Problems: Sich selbst in einer Art Reportage zu erleben, sich eine neue Authentizität anzutrainieren oder mit viel Energie nur bestimmte Seiten von sich selbst zu zeigen. Eine Rolle zu spielen im negativen Sinne, führt auf lange Sicht zu dem Gefühl, sich selber von außen zu beobachten.

„Es ist die Erkenntnis um die eigene innere Leere, um den Mangel eines authentischen Innenlebens (welches letztlich erst echten Kontakt mit anderen ermöglicht), welche ihn schließlich den Verstand verlieren lässt.“, sagt Nico Rose.

Nur wenige haben dann noch den Mut zu innerer Diversität. Warum? Weil die Suche nach seinen wahren, inneren Bedürfnissen keine einfache ist.

Mut zur inneren Diversität

Aber darum geht es bei Selbstliebe und dem Gefühl von Selbstwert – nicht etwa seine eigens gebastelte Reportage fortzuschreiben („ich war schon immer so“), sondern seinen individuellen, eigenen Kern neu zu entdecken. Der ist mit 20 Jahren anders als mit 30. Mit 40 Jahren anders als mit 50 Jahren, usw. Die wahren Bedürfnisse überhaupt erst wieder zu fühlen und zu spüren, bedeutet das Befassen mit sich selbst. Als lebenslanger Prozess. Und die Entscheidung, sich Zeit genau dafür zu nehmen. Grundsätzlich. Als Haltung zur begrenzten Lebenszeit. Antworten auf die Fragen zu finden: Was treibt mich im Innern wirklich an? Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Welches Leben möchte ICH führen?

Zugegeben, für die Antworten auf diese Fragen bedarf es weit mehr Arbeit und Zeit als ein wasserdichter 10-Punkte-Plan uns glauben machen will. Wäre ja auch irgendwie merkwürdig, wenn sich doch alles einfach mit Yoga, Schaumbädern und einer Runde Golf lösen lassen würde, oder?

Sich selbst nicht zu lieben ist kein weibliches Dilemma, sondern ein menschliches. Was meinst du dazu?

Mein Impuls für Dich: Die eigenen Gedanken aufzuschreiben, ist eine weitere Möglichkeit, sich liebevoll näher zu kommen.

Nimm Kontakt mit mir auf, wenn Du das Thema im professionellen Coaching gemeinsam mit mir anschauen möchtest.

Photo by Chela B. on Unsplash

 

 

 

 

 

 

….

Mein Mut-Macher-Podcast: über 1000 Downloads

Im Okt. 2020 startete ich meinem Krisen-Mut-Macher-Podcast mit der 1. Folge:  „Konto voll, Seele leer“ (18 Min.). Der Podcast-Name Werde klarer* ist Programm. Ich erzähle vom Umgang mit Krisen. Nicht nur mit Corona. Auch andere existentielle, psychische, körperliche Krisen, der Verlust von Menschen, Arbeit, Ideen, Geld und Selbst-Gewissheiten. Es gibt hier keinen goldenen 10-Punkte-Plan. Aber vielleicht mehr Klarheit in harten Zeiten. Diese Klarheit hat mir selbst geholfen in meinen schweren Zeiten. Mit meinem Podcast möchte ich andere unterstützen, ihre Klarheit zu finden.

Krisen gehören zum Leben. Genauso wie die guten Zeiten. Und ja, der Satz ‚in jeder Krise steckt eine Chance‘ klingt in ganz schwierigen Zeiten lahm und abgedroschen. Verständlich. Aber wenn wir schon das Schicksal nicht ändern können, können wir doch unsere Sicht darauf verändern. wir können es schaffen, die Krise einzuordnen.
Es schaffen, anzunehmen, was ist.

Was passiert, wenn das Gefühl von Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Kontrolle verloren geht?

Aber was passiert mit dem Menschen, wenn er das, was jetzt ist, nicht mehr „managen“ kann? Und stattdessen enttäuscht stecken bleibt in dem, was war?

Ich erzähle in Konto voll, Seele leer, welche konkreten Fragen in diesem Moment Erleichterung und neue Sichtweisen bringen. Fragen, die uns unsere Einstellung zum Leben, unsere Erwartungshaltung an uns selbst und andere bewusst machen und unser Selbst-Bild zu reflektieren helfen…

Seit Okt 2020 sind 4 weitere Dialog-Folgen dazugekommen. Und natürlich noch weitere geplant!
Insgesamt kommt mein Podcast – jetzt knapp 1 Jahr später – auf über insgesamt 1250 Downloads! 

 

 

Herzlichen Dank an diejenigen, die hinhören, reinhören, durchhören und vor allem an diejenigen, die meinen Podcast Werde klarer* mit zum Leben erweckt haben:

An meine Gäste, die sehr persönlich erzählen, wie sie ihre Krisen überwanden:

Alice Mari Westphal, Berlin, für Dialog-Folge Alice (26 min)
Markus Gahlen, Köln, für Dialog-FolgeMarkus (39 min)
Sarah Rüdel, für Dialog-Folge Sarah (44 min)
Ann-Katrin, für Dialog-Folge „Ann-Katrin“ (33 min)

Alice Mari Westphal: Power, Freude und Nähe. Trotz allem.
Markus Gahlen. Künstler. Musiker. Zuversichtlich.
Sarah Rüdel, sturmerprobte Überlebenskämpferin aus Hamburg. Eine Frohnatur, Optimistin und für mich ein ‚role model‘
Ann-Katrin im Podcast-Aufnahmestudio
Ann-Katrin, ihre Ruhe und Klarheit bei der Aufnahme haben mich beeindruckt.

An meine Unterstützer*innen:
Andreas Ersson für gute Stimmen + Stimmung in den Bunch Tonstudios, Berlin
Migo Fecke, RFGH, Köln, für den professionellen Audio-Sound auf der selbstproduzierten Folge
Stefanie Weese, Genua, Italien für die großartige, virtuelle Assistenz

Produziert immer zwischen den Lockdowns. Ganz sicher!

Dankbar und zuversichtlich
Mona Klare

Mona Klare im Tonstudio
Alle Fotos in diesem Blogbeitrag: (c) selbst.

 

Ohne Humor hätte ich es nicht geschafft: „Sarah“

Wo finden wir Halt in Zeiten von Ungewissheit und Ohnmacht?
Sarah entschied sich in der 18. Woche ihrer Schwangerschaft für 5 Monate Chemo-Therapie. Hätte sie es nicht getan, wäre es wahrscheinlich schon 4 Wochen später „zu spät gewesen“. Für das Kind. Und die Mutter.

Wie fand Sarah Klarheit für diese Entscheidung, Zuversicht und Kraft – trotz allem?

In Folge 4 meines Podcasts erzählt Sarah mir von Ärzten, denen sie ihr Vertrauen schenkte. Und die sie zuerst für Hebammen hielt. Sie erzählt von pinkfarbenen Schlappen und davon, wie sie sich mit ihrem Mann kurz aus der Klinik stahl, um „mal ‚was Richtiges zu essen“.

Eine mutige und beeindruckende junge Frau aus Hamburg erzählt von ihrer persönlichsten Krisen-Erfahrung: „Sarah“, Folge 4 meines Podcasts Werde klarer* , ab sofort zu hören, auch auf  Apple Podcasts, Spotify, etc.

Mit großer Offenheit und einer Fröhlichkeit, die mich staunen lässt, sagt sie: „Angst ist kein guter Berater“, und betont, dass das ‚Darüber-sprechen‘, Sich-nicht-verstecken ihr half. Wie sie stattdessen ganz offen über ihr Schicksal sprach, und über das, was sie in dieser harten Zeit von ihren Lieblingsmenschen brauchte.

Sarah, krisenerprobte Optimistin aus Hamburg
Foto: (c) privat, Sarah Rüdel

Man kann Schicksale nicht miteinander aufwiegen.“

Hör hier mal hin. 

Ich freue mich, wenn Du aus der Geschichte von Sarah auch für Dich etwas mitnehmen kannst. Mein Mut-Macher-Podcast Werde klarer* ist für Menschen, die trotz Krise wieder mutig nach vorne schauen wollen.

Podcast Werde klarer
Cover Podcast „Werde klarer“

Wenn auch Du mir Deine Geschichte auf meinem Podcast erzählen willst, dann nimm‘ Kontakt mit mir auf, hier oder unter mona(Replace this parenthesis with the @ sign)werdeklarer.de

 

Krisen verändern den Blick auf uns selbst: „Markus“

„Ich werde nicht auf der Straße landen“.  Als Profi-Musiker, dem dieses Jahr 50 Konzerte durch die Corona-Krise weggebrochen sind, ist Markus Gahlen nicht nur das berufliche Leben „um die Ohren geflogen„. Das Gleiche galt für das private Leben. Wie kann er da noch Zuversicht ausstrahlen?

Wie fühlt sich das an, wenn zwei starke Säulen im Leben – Beruf und Beziehung – unerwartet wegbrechen? Was gibt Kraft in in diesen harten Zeiten? Wenn es keinen Halt mehr zu geben scheint. Wenn selbst die Selbstgewissheit nicht mehr sicher ist?

Markus Gahlen, Musiker.
Foto: privat

Markus sagt dazu: „Anhaftung an Strukturen und Dinge ist ein sicherer Weg ins Unglück“. Denn er hat es geschafft: Markus hat losgelassen. Er hat nicht nur nach neuen Möglichkeiten gesucht. Er überdenkt sein Selbstbild und riskiert Schritte heraus aus der Welt der scheinbaren Sicherheiten.

Als Realist erkennt er die brutalen Fakten an. Aber sein Fokus liegt auf seiner unerschütterlichen Zuversicht. In Folge 3 meines Podcasts erzählt mir Markus, wie genau er das schafft. Hör hier mal hin:

Ich freue mich, wenn auch Du für Dich ganz persönlich etwas aus der Geschichte von Markus mitnehmen kannst. Mein Mut-Macher-Podcast Werde klarer* ist für Menschen, die trotz Krise wieder mutig nach vorne schauen wollen:

Podcast Werde klarer
Cover Podcast „Werde klarer“

Wenn auch Du mir Deine Geschichte auf meinem Podcast erzählen willst, dann nimm‘ Kontakt mit mir auf, hier oder unter
mona(Replace this parenthesis with the @ sign)werdeklarer.de

 

Krisen meistern: „Alice“

„Irgendwas in mir wollte leben“.

Eine beeindruckende, mutige Frau, die ich in meiner neuen Podcastfolge kennenlernen durfte: Alice Mari Westphal hat es geschafft. Sie ist heute voller Energie und Lebensmut. Das war nicht immer so: Schwere Krisen, die Erfahrung von Gewalt und Machtmissbrauch waren Teil ihres Lebens. Es war ein langer Weg und sie arbeitet immer noch an sich, um wie sie sagt „ganz zu werden“.

Alice hat ihre Krisen überwunden und sich neu und mutig ‚aufgestellt‘. Mit welcher Haltung und welcher Sicht auf sich selbst und die Welt sie das geschafft hat, das erzählt sie in der neuen Podcastfolge. Hör‘ hier mal hin:

Fotos von der Podcast-Produktion: Alice Marie Westphal und Mona Klare
Fotos (privat) von der Podcast-Produktion : Alice Marie Westphal und Mona Klare

Mein neuer Mut-Macher-Podcast in der Krise

[:de]Wie überwinde ich Unsicherheit und Angst vor Kontroll-Verlust in Zeiten der Krise? Erwarte ich Rettung von anderen Menschen, vom Job, vom System, vom Schicksal? Oder finde ich in mir selbst, was ich jetzt brauche: Stärke, Zuversicht, Verbindung und Vertrauen…

Viel Spaß beim Hören! Z.B. auf Spotifyapple podcasts, etc.

Link zu "Werde klarer", weiteren Podcast-Plattform

Mein neuer Podcast: Werde klarer*

Werde klarerlädt ein zum Innehalten und Reflektieren über das eigene Denken, Fühlen, Handeln in Zeiten der Krise. Und wie wir persönlich dafür sorgen können, dass wir da wieder rauskommen.

In der aktuellen Krise wissen wir oft nur eins: Dass wir nichts wissen! Alles verändert sich. Was morgen ist, kann uns niemand sicher sagen. Jede Art von echter Krise führt zu Angst, Ratlosigkeit und Unsicherheit – bei vielen von uns.

Haben wir die Kontrolle verloren – bzw. hatten wir sie je?

Was gab uns bisher vermeintliche Sicherheit? Das Geld? Der Job-Status? Besitz? Was bedeutet Sicherheit für dich? Für mich? Und wieviel Sicherheit ist genug?

„Konto voll, Seele leer“ 

In der 1. Podcastfolge von Werde klarer* geht es um das Gefühl von Sicherheit, Wirksamkeit und Selbst-Vertrauen. Worauf ist wirklich Verlass in harten Zeiten? (Und nicht nur in der Corona-Krise.) Ich stelle Fragen, die dabei helfen, Verbindung mit der eigenen Kraft und Stärke aufzubauen anstatt die Rettung von außen zu erwarten. Ich stelle Fragen, die helfen zu verstehen, was die Krise mit uns selbst zu tun hat, und wie wir Krisen nicht nur irgendwie überleben, sondern darin auch uns selbst und unsere Kraft wieder-entdecken können.

Die Krise ist noch nicht vorbei und die nächste kommt bestimmt. Doch wie kann ich mich auf etwas vorbereiten, von dem ich nicht weiß, wie es aussehen wird und wann und woher es kommen wird?

Ist Changeability (eine starke Flexibilät, die Fähigkeit zur Veränderung) nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Individuen eine mögliche Lösung? Im Podcast stelle ich Dir ein paar Fragen.

Fragen, die dir helfen, Klarheit zu bekommen.

Link zu "Werde klarer", weiteren Podcast-Plattform

Höre hier die 1. Folge: „Konto voll, Seele leer“.
Z.B. auf Spotifyapple podcasts, etc.

Musik: Gwen Kyrg
Visual Cover: Lorna Schütte
Blog-Foto: Sergey Kohl, Shutterstock

Hier geht es zum Artikel von Dr. Stefan Fourier,
der in der 1. Podcast-Folge erwähnt wird.

Bühnenpräsenz und Perspektiv-Wechsel

Perspektiv-Wechsel, viel Freude und sogar auch ein wenig Aufregung brachte es mir, wieder einmal mit Mikro auf der Bühne zu stehen. Dieses Mal als Moderatorin der ‚Next Round Brandenburg‘, dem Pitching-Event der ILB und der WFBB.

Insgesamt 9 Start-ups gaben ihr Bestes in 3-Minuten-Pitches live vor wichtigen Vertreter*innen der Start-up Szene. War toll zu sehen, wie die Gründer*innen auf der Bühne live performed haben. Ist – na klar – ganz etwas anderes als digital zu pitchen. Alles lief natürlich zeitgemäß mit sehr viel Platz und Abstand auf und Maske vor der Bühne. Funktionierte bestens. Spannend!

Ich liebe meinen Job, und genau so liebe ich die Abwechslung davon: Als Improv-Spielerin bin ich immer neugierig auf Aufgaben, die von mir etwas ganz anderes abverlangen als mein daily business als Führungskräfte-Coach.

Danke für diesen Perspektiv-Wechsel.
Und herzlichen Glückwunsch noch einmal den 3 Gewinner-Start-Up’s!

'Next Round Brandenburg 2020'
Fotograf (auch für Blog-Artikel-Portrait): André Wagenzik, ILB, Investitionsbank des Landes Brandenburg, NEXT ROUND: BRANDENBURG.

Das gefährlichste Hobby der Welt

Verrückte Zeiten

Sommer 2020. Immer mehr Menschen lassen ihr Leben jetzt viel mehr draußen stattfinden. Um zu arbeiten, zu reden, Luft zu holen, zu laufen, die Füße ins Wasser zu halten, ein Glas Wein zu trinken nach der Arbeit auf dem Rasen am See…
Ich finde es herrlich: Work und Life, Joy, Walk und Talk. Alles draußen! An der Luft ist es aktuell sicherer, Corona-bedingt. Mit Abstand natürlich, nach wie vor.

Ich liebe es, im Sommer im Grünen zu sein. Am allerliebsten im Wald. Jetzt arbeite ich dort sogar mit meinen Klienten, die kennenlernen, wie großartig Bäume, Wandern, Hitze und ein unerwartet heftiger Regenguss ein Business-Coaching unterstützen können. Der Perspektiv-Wechsel ist zumindest garantiert bei meinem neuen Arbeitsplatz, inmitten von Bäumen und Seen.

Coaching outdoor
Zum schönsten Ziel führt manchmal der schwierigste Weg. Foto: Coaching Mona Klare

SINGEN? Um Himmels willen

Arbeiten im Wald ist eine von vielen Veränderungen für mich in diesem Jahr. Und was ist mit Singen? SINGEN? Um Himmels willen, nein! Trotz aller Lockerungen dieser Tage: Im Chor in der Gruppe singen ist aktuell immer noch nicht erlaubt. Kein Spaß. Wie schade. Selbst draußen mit Abstand nicht. Es gilt als ein Event: Es könnte Zuschauer anziehen. Wie schade, dass dieser Spaß so ansteckend ist. Und aktuell noch streng verboten. Das örtliche Gesundheitsamt kann eventuell auf Anfrage einer Chorprobe zustimmen. Muss es aber nicht. „Es kommt drauf an…“ Und so summe ich leise vor mich hin, vielleicht summt der andere ein bisschen mit. Es gibt am Ende immer einen Weg, eine Möglichkeit.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Der Chor „the happy disharmonists“ hat darüber ein wunderbares Video gedreht (streng nach den aktuellen Vorschriften natürlich.) Andere zum Lachen zu bringen, heißt nicht nur für mich einen Moment lang Glück spüren. Gemeinsam mit anderen. Das ist dann wie …singen.
So sieht das aus:

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Ob drinnen oder draußen: gemeinsam locker lassen macht glücklich und froh. Schönes Wochenende.

Was hat ‚draußen locker lassen‘ mit professionellem Business-Coaching zu tun? Mehr von meiner Arbeit hier:

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Beitragsbild: shutterstock_302328 Happy Girl