Selbstmanagement – 7 Tipps

Sich selbst managen? Welches Selbst?

Jeder Mensch hat verschiedene Rollen, die er „spielt“: Unterschiedliche Teile seiner Persönlichkeit, die in unterschiedlichen Situationen – im Job , beim Familienfest, an einem Abend mit Freunden – mehr oder weniger zum Tragen kommen.

Sorry, keine Zeit.

Ich selbst bin meistens unter zeitlichem Druck.
Als selbstständiger Coach für Führungskräfte, Mutter, Lebenspartnerin, Hundebesitzerin, Haushaltsvorstand, fürsorgende Tochter und sozialer Mensch mit Freunden und Interesse an Neuem habe ich eine To-Do-Liste, die sich sehen lassen kann.

Wenn ich besonders fleißig, leistungsfähig und hilfsbereit bin, wird diese Liste jeden Tag – länger!

Selbstmanagement heißt für mich:

  • zu wissen, wer ich bin und was ich brauche
  • Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen
  • Entscheidungen zu treffen und
  • anzunehmen, dass das nicht jedem gefällt!

7 Tipps:

  1. Vertrauen Sie Ihrer Intuition: Beim Setzen von Prioritäten gibt es oft komplexe Pro’s und Contras. Sie können darüber stundenlang grübeln. Oder auf Ihr Bauchgefühl hören. Da sitzt Ihre Intuition, sie beruht auf Ihren Erfahrungen und Kompetenzen. Ihr dürfen Sie vertrauen!
  1. Planen Sie Unvorhergesehenes mit ein: Die 10 Arbeitsstunden morgen in der Firma können Sie wahrscheinlich nicht komplett konzentriert an Ihrem Projekt arbeiten. Ankommen, E-mails checken, schnell das spontane Meeting vorbereiten, dem total getressten Kollegen zuhören, zwischendurch ‚was essen, rasch noch die dringende Anfrage bearbeiten und dann ruft auch noch die Schule Ihres Kindes an…auch das kostet Zeit. Einen Puffer vorab ein zu planen vermeidet Stress und Frust.
  1. Trauen Sie sich, die Warum-Fragen zu stellen: Warum machen Sie ausgerechnet das, was Sie jetzt tun? Warum hier, für wen, bis heute und auch morgen noch?
  1. Suchen Sie sich Unterstützer. Meine Erfahrung: Menschen helfen gern, wenn man sie freundlich fragt. Solange man weder leidvoll-jammernd bettelt noch Hilfe hart einfordert, geht es überraschend leicht, Unterstützung zu erfahren.
  1. Seien Sie großzügig mit sich: Geben Sie Aufgaben ab, die Ihnen auch das fünfte Mal schwerfallen und die Sie immer wieder auf morgen schieben. Z.B. können Sie auch wichtige Dinge wie Steuerbelege-sortieren delegieren. Ja, das kostet Geld, dafür gewinnen Sie Stunden mit mehr Lebensfreude.
    (Halt, jetzt kein „Ja, aber!“ )
  1. Machen Sie sich vorher klar, dass Punkt 1-5 nicht allen um Ihnen herum gefällt.
    (Niemand hat gesagt, das sei einfach. Aber doch vorstellbar, richtig?)
  1. Sammeln Sie die „Perlen“: Rufen Sie sich Ihre Erfolge in Erinnerung. (Nicht nur das, was alles schiefgelaufen ist!) Was war in der letzten Woche für Sie erfolgreich? Das können ganz kleine Dinge sein: Vielleicht einen Streit geschlichtet? Einen guten Deal im Laden gemacht? Jemand mit Absicht zum Lachen gebracht? Und wie genau haben Sie das hinbekommen?

 

Photo:  Sergey Kohl